|
DIE WN 1025 IST ZURÜCK IN HAMBURG
Es ist geschafft - der HANSA JET WN 1025 erreichte in den frühen Morgenstunden des 24. August die Hamburger Stadtgrenze per Tieflader! Nach nunmehr über drei Jahren Tauziehen ist ein wesentlicher Schritt getan - die Rückkehr eines HANSA JET nach Hamburg. Die aufwendigen Vorbereitungen zur Demontage und für den Transport unseres HANSA JET wurden durch ein kompetentes Team in der vorhergehenden Woche durchgeführt. Sorgsam wurden die Flächen, das Höhenleitwerk sowie beide Triebwerksgondeln vom Rumpf gelöst, damit ein Transport auf dem Landweg überhaupt realisiert werden konnte. Eines Tages soll die WN 1025 wieder fliegen - Voraussetzung dafür ist jedoch eine äußerst sorgfältige Vorgehensweise mit detaillierter Dokumentation aller Arbeitsschritte. Bereits im Januar 2005 wurde die fünfte gebaute Serienmaschine aus dem Jahr 1966 in Augenschein genommen. Prüfungen belegten den exzellenten Zustand dieser HFB 320, die im Jahr 1987 außer Dienst gestellt wurde und seit dem in Manching bei Ingolstadt eingelagert war. Aber auch vierzig Jahre und davon zwanzig Jahre im Ruhestand gehen an einem Flieger nicht spurlus vorüber. Und somit werden ausnahmslos alle Komponenten auf ihren Zustand und die weitere Verwendbarkeit hin überprüft. Doch das steht uns erst noch bevor. Zunächst einmal blicken wir zurück auf reibungslosen Ablauf der Vorarbeiten sowie des Transportes und freuen uns, ein wesentliches Kapitel mit überragendem Erfolg abgeschlossen zu haben. Hier nun einige Aufnahmen von der Zerlegung, der Reisevorbereitung sowie vom Transport. Die Bedingungen waren einmalig gut - genug Platz und alles erdenkliche Werkzeug stand zur Verfügung Ohne die Stellagen und den Hallenkran hätten wir nicht arbeiten können Die S05 im Abendlicht Noch sind die Triebwerksgondeln montiert Um unsere Baustelle herum konnten wir uns gut ausbreiten Vorbereitung zur Demontage der Triebwerksgondeln Suchbild Trennen der Kabelbäume im Flügel Aufbocken der Maschine an den dafür vorgesehenen Punkten, die Triebwerksgondel ist bereits entfernt Der linke Flügel ist bereits demontiert und mit dem neu konstruierten Hebegeschirr abgelegt worden Auch das Leitwerk hängt bereits am Kranhaken und wird in Kürze angehoben Der rechte Flügel wird demontiert Die Dokumentation ist ebenso wichtig wie die sorgfältige Arbeitsweise Alle unter dem Rumpf montierten Antennen werden entfernt Die bunte Truppe macht es sich auf dem Flieger bequem Verladung der ersten Bauteile - auf diesem LKW werden die Flügel sowie die Triebwerksgondeln transportiert Ladung verzurrt und gesichert Der Rumpf auf dem Tieflader der Firma "Dehrner Transporte" Die Reise kann beginnen - der Tieflader mit unserem Flieger ist abfahrbereit Ein HANSA JET im Stau kurz vor Hamburg - der Stau ist alltäglich, dieser Anblick wohl weniger Eingetroffen in Hamburg - mit ein wenig Improvisation wird das Bugfahrwerk abgesenkt Nach mehr als zwanzig Jahren steht die S05 wieder auf Hamburger Boden Und hier wird sie auch noch ein wenig verweilen - denn sie ist wieder zu Haus´! Ruhe sanft - doch überhöre nicht den Wecker! An dieser Stelle danken wir vor allem den Mitarbeitern des WTD 61 in Manching, ohne deren Engagement die Arbeiten nicht in dieser Form hätten ausgeführt werden können. Ebenfalls danken wir der Firma "Dehrner Transporte", die den Transport sowie die Verladung reibungslos und absolut zuverlässig abgewickelt hat. Nicht unerwähnt soll der persönliche Einsatz der beiden Fahrer bleiben, die sich intensiv um die Beladung sowie die Ladungssicherung kümmerten. Die Geschichte des HANSA JET in Kurzform: Der HFB 320 Prototyp startete am 21. April 1964 zu seinem Erstflug. Nach einer dreijährigen Testphase erhielt der HANSA JET vor 40 Jahren, im Frühjahr 1967, seine deutsche und amerikanische Verkehrszulassung. Ungewöhnlich sind seine nach vorne gepfeilten Tragflächen. Ein Design, das auf die Junkers Flugzeugwerke in Dessau zurückgeht und seit der HFB 320 in nur zwei weiteren Jets Verwendung fand. Gebaut wurden die 47 HFB 320 von der Hamburger Flugzeugbau GmbH – einer Vorgängerin der heutigen Airbus Deutschland GmbH – in Hamburg-Finkenwerder. Detaillierte Informationen über die Geschichte der HFB 320 und das Vereinsprojekt finden Sie auf diesen Seiten! Daten und Fakten: Erstflug des Prototypen: 21. April 1964 Giese
|