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Das
auffälligste Merkmal der HFB 320 ist die Vorpfeilung der Flügel.
Diese eigenwillige Konstruktion basiert auf einem Patent von Hugo
Junkers, das 1944 mit der "Ju 287" - einem 4-strahligen
Schnellbomber - erstmals Anwendung fand.
Hier sehen Sie
eine Aufnahme, bei der die Flügelanordnung der Ju 287 deutlich
zu erkennen ist. Die Zeichnung zeigt die 6-strahlige Variante der
Ju 287-V3
Projektleiter
dieser Entwicklung war damals Dipl. Ing Hans Wocke, der nach dem
Ende des 2. Weltkrieges mit anderen deutschen Ingenieuren zunächst
8 Jahre in Russland verbringen mußte und dort dieses und weitere
Projekte fortsetzte.
In der Folgezeit
wechselte Herr Wocke zum VEB-Flugzeugbau Dresden. Dort befand
sich ab 1957 die Baade 152, ein 4-strahliges Verkehrsflugzeug in
der Entwicklung und Erprobung. Die Arbeiten mußten jedoch
aufgrund eines Rückschlages durch den Absturz des Prototypen
am 4. März 1959 sowie politischer Entscheidungen eingestellt
werden. Alle weiteren fertigen und halbfertigen Flieger mußten
um 1961 verschrottet werden.
Nach Schliessung
des VEB-Flugzeugbau Dresden wurde in den Fertigungshallen Erntemaschinen
hergestellt ...
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Risszeichnung
der 152 V1 als 4-strahliger Schulterdecker mit Tandemfahrwerk.
Weitere
Info zu dieser Entwicklung finden Sie in unseren Links.
Technische
Daten der 152 V4:
Erstflug:
26.08.1960
max.Passagiere: 72
Spannweite: 27 m
Länge: 31,42 m
Startmasse: 46,5 t
Reisegeschwindigkeit: 800 km/h
max. Reichweite: 2.500 km
Startstrecke: 1.830 m
Antrieb: 4 x Pirna 014
Schubkraft: je 30,9kN
Fahrwerk:
3-Punkt, Hauptfahrwerk untergebracht in Kombi-Triebwerksgondeln
Die V4
diente als Ersatz für die abgestürzte V1 und absolvierte
mehrere Rollversuche und insgesamt nur 3 Flüge.
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Herr
Wocke wechselte noch vor dem Erstflug der "152" in den westlichen Teil Deutschlands, wurde beim
Hamburger Flugzeugbau tätig und konnte dort seine Erfahrungen
als Chefingenieur im HANSAJET-Projekt einbringen.
Die in Hamburg
entworfene Neuentwicklung wies nun wieder die vorgepfeilte Flügelanordnung
auf - nicht nur, weil Herr Wocke weitreichende Erfahrungen mit dieser
Bauform besaß.
Es war vielmehr
die Kombination aus einer hervorragenden Raumnutzung - wegen der
Durchquerung des Rumpfes durch den Flügelkasten hinter der
Kabine - und sehr guten aerodynamischen Eigenschaften.
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