Das Projekt HANSA JET in Kurzfassung - Kapitel 2 (2/4):


Unser HANSA JET

Unsere HFB 320 ist die fünfte gebaute Serienmaschine - ihre interne Bezeichnung lautet daher WN 1025 (WN = Werknummer) S05 (Serienmaschine 05).

Sie startete im Dezember 1966 zu ihrem Erstflug und wurde im direkten Anschluß an die Erprobungsstelle 61 des Bundesministeriums für Verteidigung in Ingolstadt übergeben.

Zusammen mit der Schwestermaschine WN 1024 absolvierte sie zahlreiche Testflüge, anhand derer die Tauglichkeit dieses Flugzeuges für die Bundeswehr im Bereich der Flugbereitschaft festgestellt wurde. Aufgrund dieser positiven Testergebnisse bestellte die Bundeswehr schließlich sechs HANSA JET für die Flugbereitschaft als komfortable VIP-Maschinen.

Wenngleich die "1025" eine identische, komfortable Ausstattung aufweist, ist sie im Gegensatz zu den VIP-Maschinen nie im tatsächlichen Einsatz geflogen. Diesem Umstand verdanken wir, daß dieses Flugzeug mit lediglich 2.000 Flugstunden und in einem aussergewöhnlich guten Zustand im August 2007 durch den Verein übernommen werden konnte.

Zuvor war sie zwanzig Jahre im Einsatz für die Bundeswehr, bevor sie im Jahre 1987 ausser Dienst gestellt wurde. Danach folgten sehr ruhige Jahre, die sie wechselnd in einem Hangar und auf dem Freigelände des Flugplatzes in Manching verbrachte.

Als im Frühjahr 2005 die Verhandlungen zur Übernahme eines anderen HANSA JET durch den Verein aufgrund zu hoher Forderungen des Verkäufers abgebrochen wurden, wurde dieser Flieger als letzte mögliche Alternative ausgewählt.

Einer ausgiebigen Untersuchung folgten ebenso ausgiebige Verhandlungen, die letztendlich im Jahr 2007 erfolgreich abgeschlossen werden konnten.

Im August 2007 erfolgte dann die Demontage des HANSA JET in Manching durch Vereinsmitglieder und Mitarbeiter der ortsansässigen "Wehrtechnischen Dienststelle 61" und der Landtransport nach Hamburg.

Erstmals konnte dieser HANSA JET der Öffentlichkeit anlässlich der Airport Days 2007 am Flughafen Hamburg vorgestellt werden. Danach wechselte das Flugzeug in die Halle H der Flughafengesellschaft, wo man sehr gern mit der Restaurierung begonnen hätte. Jedoch war der Liegeplatz nicht offiziell bereitgestellt, vielmehr handelte es sich nur um eine Duldung.

Schliesslich stand unser Flugzeug 874 Tage in zerlegtem Zustand ohne Flügel, Höhenleitwerk und Triebwerksgondeln, ohne daß weitere Arbeiten vorgenommen werden durften. Auch ein alternativer Platz wurde seitens der Flughafengesellschaft nicht bereit gestellt.

Daher war es DAS Ereignis für unseren Verein und die Kehrtwende hinsichtlich der Weiterverfolgung unseres Vereinsziels, als die Verhandlungen mit Airbus schließlich erfolgreich waren.

Unser HANSA JET ist zurückgekehrt in seinen Kreißsaal.

Den Status Quo erfahren Sie im regelmäßig geführten Blog - zu finden in unserer Linkleiste.

Ein Foto aus vergangenen Zeiten - die WN 1025 über der Insel Trischen. Die optisch identischen Schwestern S04 und S05 wurden häufig für Fotoflüge verwendet und in Prospekten abgebildet.

Während die WN 1024 mittlerweile in einem Museum in Paris ausgestellt ist, wird unsere WN 1025 eines Tages wieder in ihrem Element sein.


Die WN 1025 in Manching nach ihrer Ausserdienststellung im Jahre 1987. Ihr Zustand ist ausgesprochen gut, Korrossion und Verfall ist für sie ein Fremdwort.

Besonders gut zu erkennen: die Konfiguration mit den negativ gepfeilten Tragflächen. Dadurch ergibt sich ein sehr großer Innenraum mit Stehhöhe sowie sehr präzise Flugeigenschaften.


Unsere Maschine, abgestellt in Manching während der Demontage im August 2007

Durch die hervorragende Unterstützung der Mitarbeiter der WTD61 sowie durch einen ausgeprägten Teamgeist konnten die Arbeiten präzise und schnell durchgeführt werden.


 
 
 

Die Höhe der Ladung wurde durch die Demontage des Höhenleitwerkes sowie durch eine geneigte Transportlage auf ca. 4,10 m gesenkt - nur so war es möglich, die Autobahnbrücken schadlos zu passieren.

 

 
Giese